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09.04.2026 19:00 Uhr - Autor: Kronlachner Andreas

Albin holt erneut Medaille bei WM!

09.04.2026. Albin Ouschan erneut mit 8-Ball-WM-Edelmetall
Titelverteidiger Albin Ouschan hat bei der mit 300.000 US-Dollar dotierten 8-Ball-Weltmeisterschaft in Saint Louis erneut die Medaillenränge erreicht. Der Weltranglistenführende musste gestern aber auf seinem Weg zum erneuten Titelgewinn im Semifinale dem Spanier Francisco Sánchez Ruiz mit 8:10 den Vortritt lassen und holte nach dem Gewinn der Goldmedaille im Vorjahr in diesem Jahr Bronze.
Ouschan begann seinen Wettkampf am vergangenen Donnerstag mit einem hart erkämpften 8:7-Sieg gegen den Peruaner Christopher Tevez Ocampo, musste jedoch in seinem zweiten Match der Doppel-K.-o.-Vorrunde am Sonntag gegen den Albaner Eklent Kaçi eine 7:8-Niederlage einstecken.
In der Hoffnungsrunde gelang dem Kärntner am Montag gegen den Neuseeländer Jimmy Henry aber mit einem klaren 8:0- Triumph der Aufstieg in die K.-o.-Endrunde, wo gegen den Japaner Naoyuki Oi mit 10:7 der Einzug ins Achtelfinale folgte.
Dort landete Ouschan am Dienstag einen klaren 10:3-Sieg gegen den Polen Mieszko Fortuński und hatte anschließend in einem an Spannung nicht zu überbietenden Viertelfinalduell mit dem Briten Jayson Shaw am Ende mit 10:9 die Nase vorn.
Auch im Semifinale bekam der Kärntner seine Chancen und hatte am Ende beim Stand von 8:9 nochmals die Gelegenheit, das Blatt zu wenden. Ein Pot-Fehler in machbarer Ausgangslage besiegelte aber sein Schicksal. Eine Medaille bei einer WM ist natürlich immer gut, aber ich hatte hier kaum wirklich gute Matches und war nicht zu 100 Prozent da. Ich hatte Probleme mit der Shotclock, Schlafmangel und natürlich auch viele Matches. Das Resultat war, dass ich eben nicht bestens performt habe. Als ich im Semifinale am Ende nochmals Ball in Hand bekommen habe, habe ich gefühlt einen Puls von über 200 gehabt. Ich hatte sieben verfügbare Bälle, konnte aber keinen Plan machen und habe einfach drauflos gespielt und mir gedacht: Was kann schon schiefgehen? Was den Ball angeht, den ich dann verschossen habe: Ich habe vor dem Match das Oberteil gewechselt. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dann bei drei Nachläufern zu dünn getroffen habe. Womöglich hat das Oberteil oder das Leder minimal mehr Abweichung. Aber es ist natürlich dennoch meine Schuld und unentschuldbar“, ging Ouschan trotz seines erneuten Medaillengewinns hart mit sich ins Gericht.
Den 8-Ball-WM-Titel und den Siegerscheck in Höhe von 90.000 US-Dollar sicherte sich Aloysius Yapp aus Singapur, der sich im Endspiel gegen Ouschan-Bezwinger Francisco Sánchez Ruiz mit 10:4 durchsetzte. Ouschan erhielt für seinen dritten Platz 21.000 US-Dollar.


He WM-Neunter, Lechner auf Platz 17
Dem Vorarlberger Mario He gelang bei der 8-Ball-Weltmeisterschaft mit Siegen gegen den Spanier Alvaro Canóniga (8:3) und den Hongkonger Robbie Capito (8:4) der direkte Aufstieg aus der Doppel-K.-o.-Vorrunde in die finale K.-o.-Phase. Der Rankweiler löste anschließend sein Achtelfinalticket mit einem 10:5-Erfolg gegen den Spanier David Alcaide, scheiterte dort aber am Polen Daniel Macioł, dem er knapp mit 9:10 unterlag.
Für Maximilian Lechner war die 8-Ball-WM in der ersten K.-o.-Runde beendet. Der Tiroler schaffte so wie He mit zwei Siegen gegen den Mexikaner Joaquin Gonzalez (8:4) und den Esten Denis Grabe (8:5) den direkten Aufstieg aus der Doppel-K.-o.- Vorrunde, musste dann aber den unter neutraler Flagge antretenden Exilrussen Fedor Gorst mit 5:10 ziehen lassen und belegte unter 96 Startern den geteilten 17. Platz.

Jasmin Ouschan holt Saint-Louis-Women Open-Titel

Jasmin Ouschan hat sich gestern erstmals in die Siegerinnenliste eines Predator-Pro-Billiard-Series-Events eingetragen. Die Kärntnerin holte sich beim mit 90.000 US-Dollar dotierten Seybert’s Saint Louis Women’s Open in Missouri, USA, den Titel mit einem 2:1-Finalerfolg in Sätzen gegen die Chinesin Fu Xiaofang.
Ouschan war vergangenen Samstag mit einem klaren 2:0-Sieg gegen die Amerikanerin Emily Duddy in den 10-Ball-Bewerb gestartet, unterlag aber in der Doppel-K.-o.-Vorrunde am Montag der Kanadierin Brittany Bryant nach 1:1 Satzgleichstand und einem 3:3 im entscheidenden Durchgang in dem dann folgenden Shoot-out mit 2:4.
Mit einem glatten 2:0-Erfolg im Hoffnungsdurchgang gegen die Taiwanerin Chia-Hua Chen realisierte die aktuelle Weltrang- listendritte jedoch im zweiten Anlauf den Aufstieg ins Achtelfinale, wo dann am Dienstag ein 2:1-Sieg gegen die Philippinin Rubilen Amit folgte und anschließend mit einem weiteren 2:1-Erfolg über die Koreanerin Seo Seoa der Einzug in die Vor- schlussrunde gelang.
Im Semifinale traf Ouschan erneut auf Brittany Bryant und nahm für ihre Vorrundenniederlage erfolgreich Revanche an der Kanadierin. Was jedoch nach klar gewonnenem erstem Satz und einer komfortablen Führung im zweiten Durchgang ein sehr rascher Erfolg hätte werden können, wurde nach einer verpassten ersten Siegchance zu einer Nervenprobe. Die Kärnt- nerin musste nach ihrem Fehler den Satzausgleich hinnehmen und geriet im dritten Durchgang gefährlich in Rückstand.
Ouschan legte aber nochmals den Schalter um, rettete sich ins Shoot-out und rang dort ihre Gegnerin mit einer fehlerlosen Vorstellung mit 4:3 zum Einzug ins Endspiel nieder. Dort ging dann der erste Satz knapp verloren. Die im Rahmen der Wett- kämpfe in Saint Louis als „Female Player of the Year 2025“ des Poolbillard-Weltverbands WPA (World Pool Association) geehrte Ausnahmekönnerin holte aber die beiden folgenden Durchgänge und belohnte sich für ihre Leistung nicht nur mit ihrem ersten Predator-Pro-Billiard-Series-Titel, sondern streifte auch eine Siegprämie in Höhe von 27.000 US-Dollar ein.
„Ich bin immer gut für Drama. Es wird definitiv nie langweilig. Ich will mich nicht beschweren, weil ich jetzt hier als Gewinnerin stehe, aber ich denke, ein paar Matches hätten durchaus auch einfacher sein können. Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel, weil ich erstmals bei so einem Turnier in einem Finale gestanden habe. Davor habe ich immer im Semi- oder im Viertel- finale verloren und habe gesehen, dass es sehr viel harte Arbeit ist, so einen Bewerb zu gewinnen. Ich bin so glücklich, dass mir das jetzt hier gelungen ist. Das war definitiv nicht einfach“, sagte Ouschan im Siegerinterview.

Platz 5 im Mixed Doubles
Beim mit 100.000 US-Dollar dotierten Mixed-Doubles-Event holten Jasmin und Albin Ouschan zuvor mit dem geteilten fünften Platz ein weiteres Spitzenresultat. Nach einer knappen 1:2-Auftaktniederlage gegen das Ungarn-China-Doppel Olivér Szolnoki und Muyan Zhang landete das Geschwisterpaar vier Siegen in Folge und wurde erst im Viertelfinale vom Briten Jayson Shaw und von der Philippinin Chezka Centeno gestoppt.
Der Vorarlberger Mario He und der Tiroler Maximilian Lechner kamen in der im Scotch-Doubles-Modus (mit Stoßwechsel) ausgetragenen 10-Ball-Konkurrenz mit ihren taiwanischen Partnerinnen Wei Tzu Chien und Shui Ching Chiang nach frühen Niederlagen über die Doppel-K.-o.-Vorrunde nicht hinaus.

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Mit freundlichen Grüßen Andreas Kronlachner
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